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Energiekosten senken im Einklang mit dem Denkmalschutz

Berlin / Britz - Die Bauhaussiedlung wird ohne Wärmedämmung saniert - und sogar die Einrohrheizung bleibt drin

Die Berliner Baugenossenschaft IDEAL erreicht ohne Eingriff in den Gebäudebestand erstaunliche Energieeinsparungen bei der Sanierung eines Nahwärmenetzes. Die Bauhaussiedlung in Berlin Britz ist seitdem nicht nur ein Baudenkmal sondern ein Musterbeispiel für hoch effiziente, innerstädtische Versorgungsnetze.


Herausforderung

  • Wohnquartier im Bestand
  • Erhalt der denkmalgeschützten Fassade - keine Wärmedämmung möglich
  • Mitglieder der Baugenossenschaft verlangen: keine Umlage auf Kaltmiete
  • weitere Vorgabe: keine Bauarbeiten in der Wohnung
  • Einrohrheizung soll im Bestand bleiben
  • Heizzentrale mit 2-stufiger Abgaswärmenutzung (Brennwerttuning)

Rahmenbedingungen

  • 800 Wohnungen in 11 Wohngebäuden mit über 40.000 qm
  • Investitionsvolumen ca. 1 Mio. EUR gegenüber 0,8 Mio. EUR bei Sanierung mit konventioneller Heiztechnik

Bei dieser Sanierung bleibt nicht nur die Fassade unangetastet. Auch die Einrohrheizungen (Rietschel-Henneberg) in den 800 Wohnungen bleiben drin. Für die Mieter bedeutet das: Während der Sanierung der Heizung betritt kein Handwerker die Wohnung. Die Mitglieder der Genossenschaft sehen das Ergebnis auch im Portemonnaie. Denn sie hatten auf eine Lösung ohne Umlage auf die Kaltmiete bestanden – und sie Dank der engen Abstimmung zwischen TGA-Fachplaner, Vorstand und dem PEWO Projektteam auch bekommen. Die überschaubare Gesamtinvestition fällt mit 900.000 Euro sogar deutlich geringer aus als zunächst angenommen. Die einfache Amortisation ist in weniger als drei Jahren erreicht.


"Wir bekommen keine Beschwerden mehr von Mietern, denen im Herbst die Wohnung zu kalt ist." 
Michael Abraham, Vorstand Baugenossenschaft IDEAL


Die mehr als 40 Prozent Energieeinsparung entlasten die Mieter durch gesunkene Heizkosten. Die Genossenschaft hat dafür im Heizhaus von Heizöl auf Gas-Brennwerttechnik umgestellt, alte Fernwärmeanlagen gegen moderne PEWO Systemkomponenten ausgetauscht und eine übergeordnete Regelung mit Online-Monitoring installiert. Seit der Inbetriebnahme wird das Wärmenetz weiter optimiert. Der Berliner Fachplaner Dipl. Ing. Jürgen Lang erhielt 2014 für diese Lösung den Deutschen TGA-Award. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Brennwert von Gasheizungen auf die Spitze zu treiben.


"Wir sehen vom Schreibtisch aus, wie sich die Heizkurven entwickeln und können fein justieren." 
Michael Abraham, Vorstand Baugenossenschaft IDEAL


Inzwischen ist eine Abgaswärme-Rückgewinnung zusätzlich in das System integriert. Die dafür nötige Regelung kommt ebenso von PEWO wie die Netz- und Gebäudeleittechnik. Sie gleicht auch die Schwäche der Einrohrheizung aus, die am Ende eines horizontalen Stranges oft bereits zu hohe Wärmeverluste hat. Ein dynamisch-adaptives Regelsystem sorgt jetzt für Heizkomfort in jeder Wohnung. Die Raumregelung erfolgt weiterhin über Heizkörper-Thermostate. Heizhaus und Unterstationen kommunizieren übrigens voll automatisch über das Internet miteinander. Bei der Heiztechnik ist die Siedlung heute das, was Bauhausarchitekt Bruno Taut bei ihrer Gestaltung einst war: visionär und beispielgebend.


Lösung


Vorteile

  • ergibt einen Jahresnutzungsgrad von über 104% gegenüber 96% bei konventioneller moderner Heiztechnik
  • ca. 700 MWh oder 10% zusätzlicher Wärmegewinn durch Abgaswärmenutzung gegenüber konventioneller Heiztechnik
  • zum Vergleich: mit Solarthermie wären mindestens 2.000 qm Kollektorfläche notwendig für diesen Wärmeertrag

Das Webportal pewoLive ermöglicht Einblick in alle Regelprozesse in Echtzeit. Die Wohnungsbaugenossenschaft analysiert Heizkurven und passt sie selbst an - einfach im Webbrowser und mit SMS-Alarmierung bei Störungen.

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Web-basiertes Monitoring und Visualisierung von Wärmenetzen und Anlagen.


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