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Eigenstrom und Serverkühlung

München / Ismaning - Kraft-Kälte-Kopplung für Fernsehproduktion - das volle Programm

In der bayerischen Medienstadt Ismaning wird neben Fernsehsendungen und Internetdienstleistungen vor allem eins produziert: viel heiße Luft. Das liegt nicht am Inhalt, sondern an der gewaltigen Rechenleistung digitaler Medienzentren. Eine bedeutende TV- und Filmproduktion setzt auf eigene Stromerzeugung und ein cleveres Wärme-Nutzungskonzept mit PEWO Energietechnik und erreicht so bessere Quoten – in der Effizienz.

Modul zur hydraulischen Verteilung mit integrierter Regelung
Abb.: Modul zur hydraulischen Verteilung mit integrierter Regelung


Herausforderung

  • Umstellung der elektrischen Server-Kühlung auf Kühlung aus Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung (KWKK)
  • Finanzierung über Einsparung

Rahmenbedingungen

  • Gewerbeobjekt im Bestand mit ca. 30.000 qm Nutzfläche
  • Medienpark mit mehreren Produktionsfirmen und TV-Sendern
  • BHKW-Laufzeit 8.000+ Stunden jährlich

Die Produktion und Ausstrahlung von Fernsehsendungen ist ein energieintensives Geschäft. Allein für die Kühlung von Servern verbraucht ein Play-Out-Center wie in Ismaning Strom im Megawatt-Bereich. Eine eigene Stromversorgung mit Hilfe eines Blockheizkraftwerkes ist für solche Anwendungen die naheliegende Lösung. Was hier zusätzlich gebraucht wird, ist KWK mit (fast) umgekehrten Vorzeichen: eine Kraft-Kälte-Kopplung.


Die Idee ist immer: Erst verbrauchen was da ist, dann neue Energie bereitstellen. 


Die Energie für das Medienhaus in der alten Ziegelei erbringen jetzt zwei Gas-BHKW mit je 530 kW elektrischer Leistung. Ihre Abwärme ist willkommener Teil des Systems, denn die rein elektrische Serverkühlung des Senders ist durch ein Wärmenetz abgelöst worden, in dem Absorptionskältemaschinen (AKM) 860 kW Kühlleistung erbringen.

Die Herausforderung in solchen Systemen besteht in einem komplexen Regelsystem, das Kraft, Wärme und Kälte energieeffizient verbindet. Strom-, Wärme- und Kälteversorgung sind bis hin zur Gebäudeheizung und dem Trink-Warmwasser miteinander verbunden. Erst so wird KWK komplett.

Die Visualisierung und Steuerung der beiden 530 kW Blockheizkraftwerke bringt PEWO gleich mit. Über die DDC-Schnittstelle (Visio) werden die BHKWs ein- und ausgekoppelt, die Kältemaschinen und das Nahwärmenetz bedarfsgerecht und stets auf den Punkt geregelt.


Im Winterbetrieb 1.300 kW Abwärme aus BHKW zur Wärmeversorgung


Zur modernen Energieversorgung gehören neue Geschäftsmodelle. Für die Eigenstromerzeugung, Netzeinspeisungen und den Effizienznachweis wählt das Unternehmen einen Contractor. Nicht zuletzt dafür werden überall im System Daten erfasst, die anders als so manches Fernsehprogramm immer live übertragen werden. Im Grunde funktioniert es wie im Regieraum: der Regisseur hat alles im Blick und kann jederzeit umschalten.

Dashboard mit Energiedaten und Lageplan
Abb.: Dashboard mit Energiedaten und Lageplan


Lösung

  • multivalente Energiezentrale zur Grundversorgung mit Wärme, Kälte und Strom
  • Bus-Kopplung MobBus, BACnet, Ethernet
  • PEWO-Leittechnik über Internet-Cloud
  • 1.000 kW Eigenstrom aus BHKW für Sicherung der Grundlast
  • im Sommerbetrieb 930 kW Kühlleistung aus Absorptions-Kälte-Maschine (AKM) mit Abwärme aus den BHKW, Wirkungsgrad über 70%

Vorteile

  • multivalente Energiezentrale zur Grundversorgung mit Wärme, Kälte und Strom
  • übergeordnete PEWO-Regelung mit Online-Monitoring unterstützt die sichere Betriebsführung

Technische Visualisierung des Gesamtsystems
Abb.: Technische Visualisierung des Gesamtsystems

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