Kühlere Fernwärme beim Gartentechnik-Produzenten
Übergabestation für das Industriegebäude von Husqvarna, Ulm

Key Facts
Husqvarna Forst & Garten Deutschland, Hans-Lorenser-Str. 40, Ulm-Donautal
- Industrie-Bestandsgebäude
- Ersatz der Fernwärmeübergabe wegen abgesenkter Vorlauftemperatur
- Platzmangel in der Heizzentrale
- Enges Zeitfenster für die Umsetzung
- Husqvarna (Auftraggeber)
- Stadtwerke Ulm
- Andreas Renner GmbH & Co. KG, Lauingen (Installation)
- Zwei Übergabestationen CAD H (je 2 MW)
2024
Der Standort Ulm ist einer der größten, die der schwedische Gartentechnik-Hersteller Husqvarna in Deutschland betreibt. Hier werden vor allem Bewässerungsanlagen des Tochterunternehmens Gardena produziert. Auch ein Teil der Verwaltung der deutschen Standorte von Husqvarna ist in Ulm untergebracht.
Fernwärme, um 25 Kelvin kühler
In Sachen Gebäudewärme werden die Industriegebäude von den Stadtwerken Ulm mit Fernwärme beliefert. Vor kurzem hat der Anbieter die Anschlusswerte nach unten korrigiert: Wurde bisher Heizwasser mit einer Temperatur von 120 °C und einem Druck von 25 bar geliefert, so sind es nun nur noch 95 °C und 16 bar. Das hängt mit dem gestiegenen Anteil erneuerbarer Energiequellen im Fernwärme-Mix zusammen.
Technisch zuverlässig, guter Service
Für Husqvarna bedeutete die Umstellung, dass die Wärmeübergabestation ausgetauscht werden musste. Sinnvoll war das ohnehin, weil die vorhandene Anlage die Altersgrenze erreicht hatte. Das Management entschied sich für PEWO. Zwar hatte man selbst bislang keine Erfahrung mit diesem Unternehmen gemacht, aber in der Region ging ihm ein guter Ruf voraus, was die Anpassungsfähigkeit an technische Gegebenheiten, den Service vor Ort und den Umgang mit kleinen Zeitfenstern für Lieferung und Installation anging.
Selbst geplant
Service vor Ort, das hieß in dem Fall zuerst: Es wurden keine externen Planer gebraucht. Die überschaubare Planungsaufgabe löste PEWO aus eigener Kraft und in Abstimmung mit den Stadtwerken Ulm, was die Technischen Anschlussbedingungen anging. Geliefert wurden dann binnen 14 Wochen nach Auftragseingang eine Kombination aus zwei CAD H – Mitte September, vor Eintritt in die Heizsaison. Wie stets bei Anlagen dieser Bauart, wurden auch diese individuell konfiguriert. Die Anpassung betraf hauptsächlich Abmessungen und Grundriss, welche die Platzverhältnisse in der Heizzentrale berücksichtigten.
Zwei Wärmeübertrager im Interesse der Redundanz
Eine Kombination aus zwei CAD H – konkret: eine Anlage mit zwei Wärmeübertragern – musste es im Übrigen sein, weil aus Sicherheitsgründen zumindest Teilredundanz gefordert wurde. Die vorhandenen Heizungsverteiler nutzte PEWO weiter; lediglich die Pumpenmodule wurden ausgetauscht. Auch wurden die Übergabestationen, die jede für sich mit einem DDC-Regler ausgerüstet sind, in die vorhandene Gebäudeleittechnik eingebunden. Die Anlagen laufen seitdem ohne Beanstandung.






