Fernwärme-Übergabe mit digitalem Zwilling
Gebäudewärmelösung für eine Gewerbeimmobilie in Salzburg (Österreich)

Key Facts
Finanzamt, Aigner Straße 10, Salzburg (Österreich)
Anschluss des Gebäudekomplexes ans Fernwärmenetz der Stadt
- Zugangshürde für die Anlagentechnik
- Platzmangel vor Ort
- Umbau im laufenden Betrieb
- ARE Austrian Real Estate (Bauherr)
- AG (Planung)
- Hausverwaltung (Installation)
- Eine Übergabestation CAD H (1.200 kW, individuell konfiguriert, 1.263 kg, l x b x h = 5,50 m x 2,50 m x 2,20 m)
- Mitarbeit an Planung, Logistik und Installation
2023 - 2024
Der Gebäudekomplex, der das Finanzamt der Stadt und des Landes Salzburg beherbergt, liegt im Südosten der Stadt am Ufer der Salzach. Er ist erst 40 Jahre alt, aber in Sachen Wärmetechnik bereits veraltet. Das zeigte sich, als die Umrüstung von Erdgas auf Fernwärme anstand, an den Platzproblemen in der Heizzentrale. Sie treten bei solchen Projekten regelmäßig auf. Übergabetechnik für Fernwärme ist oft voluminöser als jene Gaskessel und Brennertechnik, die sie ersetzen soll.
Transportlogistik mit digitaler Visualisierung
In diesem Fall bereitete aber nicht nur das eigentliche Platzangebot vor Ort Sorgen. Anfangs wusste man auch nicht, wie man die Übergabestation überhaupt bis in die Heizzentrale transportieren sollte. Alle regulären Zugangswege waren zu eng. Letztlich wurde daher beschlossen, die Anlage über die Rampe der Tiefgarage einzubringen. Die Planungskompetenz von PEWO Austria und die Engineering-Expertise im Stammwerk in Elsterheide brachten gemeinsam zustande, was anfangs unlösbar erschien. Nicht nur wurde eine Übergabestation CAD H der benötigten Wärmeleistung konstruiert, die sich exakt der Raumsituation vor Ort anpasste. Aus den Konstruktionsdaten heraus wurde zudem eine realitätsnahe 3D-Visualisierung entwickelt, die gewährleistete, dass die Einbringung der in anschlussfertige Module zerlegten Anlage durch die Kellergänge im Wortsinn reibungslos funktionieren würde.
PEWO packt selbst mit an
Eine weitere Herausforderung bestand darin, dass der Umschluss im laufenden Betrieb erfolgen und deshalb so schnell wie möglich vonstatten gehen musste. Weil dies in Verbindung mit Platzmangel und Zugangshürde eine erhebliche Komplikation des Projektablaufs bedeutete, übernahm PEWO Austria in der Endphase sogar die Steuerung des Gesamtprojekts. Anschließend half das Team auch bei Einbringung und Montage mit. Es war dieses Alles-aus-einer-Hand-Angebot, für welches PEWO den Zuschlag erhalten hatte.
Zwei Wärmeübertrager für mehr Energieeffizienz
Demgegenüber fiel die zu bewältigende wärmetechnische Herausforderung kaum ins Gewicht: Aus der Vergangenheit war bekannt, dass insbesondere in der Übergangszeit die nach Süden hin exponierten Gebäudeteile einen deutlich geringeren Wärmebedarf haben als die übrigen. Die Übergabestation wurde daher mit zwei Wärmeübertragern und teils mit Schwachlastventilen ausgerüstet, um im Sinne der Energieeffizienz auf diese Unterschiede reagieren zu können.
Die Übergabestation wurde mit einer Regelung von PEWO ausgerüstet, die mühelos in die bestehende Gebäudeleittechnik eingebunden werden konnte. Seit Mai 2024 arbeitet sie zur vollen Zufriedenheit des Kunden.







