Fernkälte für Wohngebäude

Wohnzimmer im Sommer (erkennbar an Wetter draußen und Kleidung der Bewohner)

In Zeiten des Klimawandels gewinnt auch das Kühlen der eigenen vier Wände an Bedeutung. Dabei ist Fernkälte individuellen Klimaanlagen in allen wichtigen Punkten überlegen: Kosten, Verfügbarkeit, Handhabung und Umwelt. Wo keine Fernkälte verfügbar ist, wird eine zweite Option interessant: die Nutzung von Fernwärme zum Antrieb von Absorptions-Kältemaschinen, die Gebäude über ein eigenes kleines Nahkältenetz mit passiver Kühlung versorgen.

Darauf kommt es an:

Anschluss an Fernkältenetz wenn verfügbar nutzen

Wenn nicht verfügbar: passive Kühlung durch in Kälte umgewandelte Fernwärme prüfen 

Auf besondere Qualität der Übergabe- und Verteiltechnik achten

Wohnung kühlen? Am besten mit Fernkälte.

Bedingt durch den Klimawandel ist der Bedarf nach Gebäudekühlung in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Entsprechend sieht man immer mehr Klimaanlagen an den Fassaden von Lebensmittelmärkten, Hotels und Industrieanlagen, zunehmend aber auch an denen von Wohnhäusern. Doch diese Klimaanlagen sind echte Umweltsünder: Erstens verbrauchen sie sehr viel Strom und sind teuer im Betrieb. Zweitens setzen sie bei Leckagen Gase frei, die um ein Vielfaches klimaschädlicher sind als CO2. Drittens heizen Klimaanlagen die Umgebung auf. Auf Kühlung umschaltbare Luft-Wasser-Wärmepumpen schneiden nur geringfügig besser ab. Eine dritte Option sind an Geothermie gekoppelte Wärmepumpen. Aber wer hat schon das Geld und die Voraussetzungen, diesen Aufwand für ein privates Wohnhaus zu betreiben?

Hausfassade mit Klimaanlagen

Fernkälte ist einfacher, preiswerter und klimafreundlicher

Die einzige echte Alternative ist – wo das möglich – der Anschluss an ein Fernkältenetz. Fernkälte besteht aus nichts als kaltem Wasser und kostet keinen Strom. Die jeweiligen Stadtwerke als Betreiber können Kälte im Vergleich zu kleinen Geräten meist effizienter erzeugen und setzen oft zusätzlich natürliche Kälte aus Flüssen, Seen oder dem Meer ein. Die Abwärme aus dem Netzbetrieb geht nicht in die Umgebungsluft, sondern tief in die Erde oder zurück in Seen und Flüsse.

Auch in zwei weiteren Punkten ist der Anschluss an ein Fernkältenetz individuellen Klimaanlagen überlegen: Bauherren oder Vermieter sparen die hohen Anschaffungskosten und sind nicht von den Kapazitätsengpässen bei den Installateuren betroffen. Denn bei Fernkältenetzen liegen Anschluss und Wartung in der Verantwortung des Netzbetreibers. Planungs- und Investitionssicherheit ist ein weiteres Thema, das in die Entscheidung einfließen sollte: Immer mehr Kommunen denken über ein Verbot privater Klimaanlagen und Luft-Wasser-Wärmepumpen nach – aus den oben genannten Gründen und weil sie die Fassaden verschandeln. Wo das der Fall ist und wo schon ein Fernwärmenetz existiert, ist perspektivisch der Aufbau eines Fernkältenetzes wahrscheinlich.

Kälte aus einem See – See mit schneebedeckten Bergen ringsum

Komplettes Anlagen-Portfolio
für Fernkälte

PEWO liefert die komplette Palette der Übergabe- und Verteiltechnik für Fernkälte. Dazu zählen beispielsweise frei konfigurierbare Kälteübergabestationen CAD C, die als Kopfstationen am Anfang des Netzes stehen. Ihre Leistung liegt bei bis zu 40 MW. Kombiniert werden können sie mit Kälteverteilern Split C. Am anderen Ende des Netzes stehen speziell für die Kälteübergabe konfigurierte Hausanschlussstationen der Kategorien Compact oder V-max.

Die Alternative: Fernwärme zum Antrieb von Absorptions-Kältemaschinen

Die geringe Verfügbarkeit – begrenzt auf wenige Metropolen – ist der einzige große Nachteil von Fernkälte. Doch überall dort, wo zumindest ein Fernwärme-Anschluss verfügbar ist, können Bauherren mit PEWO-Technik eine bewährte Alternative installieren: Überschreitet im Sommer die Außentemperatur einen zu definierenden Wert, schaltet das System auf Kühlung um und Absorptions-Kältemaschinen verwandeln die Fernwärme in Fernkälte, die zur passiven Kühlung durch die Gebäude geleitet wird.

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Fernkältelösungen von PEWO in der Praxis

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Wohnquartier Stadtgärten Bad Homburg

Die Stadtgärten Bad Homburg, ein neues Wohnquartier, erhielten nicht nur einen klimafreundlichen Anschluss ans Fernwärmenetz. Zusätzlich wurden Nahkältenetze zur Gebäudekühlung eingerichtet.
Kaltnetz von La Tour-de-Peilz (Schweiz) Image

Kaltnetz von La Tour-de-Peilz (Schweiz)

Das Kaltnetz von La Tour-de-Peilz ist ein Pilotprojekt der Gebäudewärme. PEWO Schweiz war an Planung und Ausführung beteiligt. Ein Nahwärmenetz, das sich aus dem durchaus nicht warmen Wasser des Genfersees speist, versorgt ca. 3.000 Haushalte des Städtchens mit Wärme für Heizung und Trinkwasser. Eines der wichtigsten Elemente der Lösung besteht in einer speziellen Wärme-Booster-Lösung.

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Von der Machbarkeitsprüfung über Planung und Umsetzung bis hin zu Steuerung und Optimierung: Team PEWO überlässt nichts dem Zufall und steht Ihnen von Beginn in allen wichtigen Fragen zur Seite. 

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Auf der Basis von mehr als tausend Projekten mit Wärmenetzen hat PEWO ein Know-how erworben, das über die eigene Anlagentechnik hinausreicht. Sie können es nutzen.

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