- ist die Leistung, die beim Wärmeversorgungsunternehmen bestellt wird.
Direkter Anschluss
- Die Hausanlage wird vom Heizwasser aus dem Fernwärme-, Nahwärme- oder Gebäudewärmenetz durchströmt.
Durchflusssystem
auch Durchflussprinzip, Durchlaufsystem, Durchlaufprinzip, Frischwassersystem, Frischwasserstation - Äußerst hygienisches System zur Trinkwassererwärmung / Warmwasserbereitung. Kaltwasser durchströmt bei Trinkwarmwasserbedarf einen Wärmeübertrager und wird dabei auf die gewünschte Trinkwarmwassertemperatur erwärmt. Das Durchfluss-System wird sowohl in der zentralen Trinkwassererwärmung als auch in der dezentralen Warmwasserbereitung eingesetzt.
Dynamische Rücklauf-Optimierung
auch DRO - Schaltungen zur Senkung der Rücklauftemperatur. Nutzung des Heizungsrücklaufs zur Trinkwasservorerwärmung und Absenkung der Zirkulationsrücklauftemperatur durch Einbindung in den Heizkreis
Energiebilanz
- ist die Betrachtung der zugeführten Energie im Verhältnis zur abgeführten und genutzten Energie. Hieraus lassen sich Aussagen zur wirtschaftlichen Nutzung machen. Der Aufwand von Primärenergie wird in das Verhältnis zur Nutzenergie gesetzt. Der Wirkungsgrad ist die wesentliche Maßzahl.
Energieverlust
Energie, die verloren geht. Betrachtet wird dabei die Differenz von zugeführter und genutzter Energie. Der Energieverlust kann unter anderem durch den Einsatz effizienter Technologie und einer optimalen Wärmedämmung minimiert werden.
Erneuerbare Energien
- Umweltschonende Energiequellen, welche unbegrenzt zur Verfügung stehen oder sich verhältnismäßig schnell erneuern. Darunter zählen unter anderem die Wasserenergie, Windenergie und Solarenergie sowie Erdwärme und nachwachsende Rohstoffe.
Fernwärme
auch Fernwärmenetz - Bei der Fernwärme ist die erzeugte Wärme häufig ein Koppelprodukt bei der Erzeugung von elektrischer Energie und wird über ein mehr oder weniger verzweigtes Fernwärmenetz zu den Übergabestationen der Wärmeabnehmer transportiert.
Fernwärmerücklauftemperaturbegrenzung
auch Rücklauftemperaturbegrenzung - Im Wärmeliefervertrag ist eine maximale Fernwärmerücklauftemperatur vereinbart. Diese muss immer eingehalten oder unterschritten werden. Die Hausanlage ist so aufzubauen, dass dies immer gewährleistet ist. Für die Trinkwassererwärmung ist häufig eine separate Temperatur definiert. Diese muss bei der Auslegung der Trinkwassererwärmungssystems beachtet werden. Eine Aktivierung der Rücklauftemperaturbegrenzung bei Trinkwassererwärmung ist nicht zulässig. Am Ende der Ladung kann diese bei Betrieb nach „DVGW Arbeitsblatt W551“ nicht eingehalten werden. Es gilt der Grundsatz „Trinkwasserhygiene geht vor Anlageneffizienz“.
Fernwärmestation
auch Fernwärmekompaktstation, Fernwärmeübergabestation, FWKS, FWKST, HAST, Übergabestation, Wärmeübergabestation, Hausanschlussstation, Hausanschluss-Station - Die Kompaktstation enthält sowohl die Übergabestation wie auch die Hauszentrale und bei Bedarf auch die Komponenten der Trinkwassererwärmung (TWE - System). Kompaktstationen werden montagefertig angeliefert und müssen vor Ort nur noch mit den Versorgungsleitungen des Fernwärmenetzes und der Hausanlage, sowie dem elektrischen Versorgungsnetz verbunden werden.
Fernwartung
Unter Fernwartung versteht man den räumlich getrennten Zugriff auf die Anlagen in einem Nahwärmenetz oder Fernwärmenetz über eine Kommunikations-Schnittstelle. Die Verbindung mit der Regelung kann beispielsweise über das Internet, erdverlegtes Kupferkabel, Lichtwellenleiter oder MBUS erfolgen. Für den Dialog mit der Heizungsanlage benötigt man in Abhängigkeit der verwendeten Technologie lediglich einen handelsüblichen PC mit Zugang zum Bus-System oder zum Internet oder ein mobiles Endgerät.
Indirekter Anschluss
- Das Heizwasser der Hausanlage ist durch einen Wärmeübertrager vom Fernwärme- oder Nahwärmenetz getrennt. Ein indirekter Anschluss besteht aus einem primären und einem sekundären Kreis.
Leistungsbegrenzung
- Die Leistungsbegrenzung der Anschlussleistung wird durch eine Volumenstrombegrenzung des im Auslegungsfall notwendigen Volumenstromes realisiert.
Leitzentrale
Die Leitzentrale ermöglicht die Transpatenz des gesamten Wärmenetzes. Sämtliche Daten werden protokolliert und dargestellt. Neben der Wärmeerzeugung und Verteilung werden die Wärmeabnehmer in einem Wärmenetz visuell erfasst. Sämtliche Sensoren und Aktoren sind über die Leitzentrale erfasst und können ferngesteuert werden.
Nahwärme
auch Nahwärmenetz, Mikrowärme - Nahwärme ist eine Art der Wärmeversorgung, bei der die Erzeugung der Wärme unmittelbar vor Ort, häufig in den zu beheizenden Objekten selbst oder aber in deren unmittelbarer Nähe stattfindet. Als Wärmequelle werden oftmals Biomasse (Holzhackschnitzel) oder Biogas (Verbrennung in Blockheizkraftwerken - BHKW) verwendet.
Nahwärmestation
- Die Nahwärmetstation enthält sowohl die Übergabestation wie auch die Hauszentrale und bei Bedarf auch die Komponenten der Trinkwassererwärmung (TWE - System) sowie Heizkreis(e) für die Raumheizung. Sie werden montagefertig angeliefert und müssen vor Ort nur noch mit den Versorgungsleitungen des Nahwärmenetzes und der Hausanlage, sowie dem elektrischen Versorgungsnetz verbunden werden. In bestehenden Gebäuden ersetzen Nahwärmestationen oftmnals den existierenden Öl- oder Gaskessel.
Netzregelung
- besteht aus zwei Funktionseinheiten: der Druckregelung und der Temperaturregelung. Ein Wärmenetz kann bedarfs- und temperaturgeführt geregelt werden.
Nutzungsgrad
- Verhältnis der abgegebenen Energie zur zugeführten Energie in einem definierten Zeitraum.
Primärenergiefaktor
- Gemäß der Energieeinsparverordnung EnEV wird der Primärenergieaufwand je nach Energieträger unterschiedlich bewertet. Er beträgt z.B. bei Heizöl EL, Erdgas H und Flüssiggas = 1,1. Der Primärenergiefaktor von Fernwärme aus Kraft-Wärme-Kopplung bei Verbrennung fossiler Brennstoffe beträgt im Bundesdurchschnitt 0,7, muss jedoch für das jeweilige Fernwärme-Netz beim Versorgungsunternehmen erfragt werden. Sofern der Primärenergiefaktor < 1,1 ist, entstehen Vorteile gegenüber Erdgas oder Heizöl EL Versorgung bei der Wärmedämmung der Gebäudehülle sowie der technischen Gebäudeausrüstung.
Primärkreis
auch Primärseite - Den vom Heizwasser des Nahwärmenetzes oder Fernwärmenetzes durchströmten Anlagenteil bezeichnet man als Primärkreis.
PST
auch Pewo Sandwich Technologie, PEWO Sandwich Technology - Rohrleitungen und Komponenten sind dreidimensional in einem korrosionsbeständigem Sandwichgehäuse aus geschlossenzelligem PUR-Schaum untergebracht.Wärmedämmung, Komponentenfixierung und Wandhalterung verschmelzen zu einer Einheit. Die Anlagen sind äußerst kompakt und leicht bei maximaler Wärmedämmung.
Pufferspeichermanagement
- erfolgt über mehrere Temperaturfühler und kann nach Außentemperatur oder Ladezeit betrieben werden. Bei der außentemperaturabhängigen Eingabe wird das Ladeniveau anhand der Außentemperaturtabelle eingestellt. Bei der zeitabhängigen Eingabe ändert sich das Pufferniveau entsprechend der verschieden voreingestellter Zeiträume.
Rücklauftemperatur
- bezeichnet die Temperatur des Heizwassers, das aus einem System – Übergabestation, Wärmeübertrager, Heizradiator, Fußbodenheizung, Trinkwassererwärmungsssytem etc. – zurück fließt.
Schutz-Temperaturbegrenzer
auch Sicherheitstemperaturbegrenzer, STB, Temperaturbegrenzer - Ein Schutz-Temperaturbegrenzer (STB) ist eine Temperatur - Begrenzungseinrichtung, die dafür vorgesehen ist, die Temperatur in der Hausanlage unterhalb eines höchstzulässigen Wertes zu halten. Nach dem Ansprechen erfolgt keine selbsttätige Rückstellung, wenn die Fühlertemperatur um den Betrag der Schaltdiffe-renz unter den eingestellten Grenzwert abgesunken ist. Der Schutz-Temperaturbegrenzer (STB) muss nach dem Auslösen vor Ort quittiert werden
Schutz-Temperaturwächter
auch Sicherheitstemperaturwächter, STW, Temperaturwächter - Ein Schutz-Temperaturwächter (STW) ist eine Temperatur - Begrenzungseinrichtung, die dafür vorgesehen ist, die Temperatur in der Hausanlage unterhalb eines höchstzulässigen Wertes zu halten. Nach dem Ansprechen erfolgt eine selbsttätige Rückstellung, wenn die Fühlertemperatur um den Betrag der Schaltdiffe-renz unter den eingestellten Grenzwert abgesunken ist. Ein Schutz-Temperaturwächter (STW) ist ein Temperaturwächter (TW) mit erweiterter Sicherheit. Temperatur - Begrenzungseinrichtungen mit erweiterter Sicherheit führen beim Auftreten eines internen Fehlers zur Abschaltung bzw. Begrenzung der Temperatur.
Sekundärkreis
auch Sekundärseite - Den vom Heizwasser der Hausanlage durchströmten Anlagenteil bezeichnet man als Sekundärkreis.
Sicherheitsabsperrventil
auch SAV - Ein Sicherheitsabsperrventil (SAV) mit Druckminderer ist eine Armatur oder Einrichtung, die durch selbsttätiges Schließen die Überschreitung eines vorbestimmten Überdruckes verhindert und nach einer Druckabsenkung wieder selbsttätig öffnet. Es hat Druckwächterfunktion und muss bei einem Schaden an der Regelmembran das Gerät schließen oder durch eine geeignete Einrichtung einen sicheren Betrieb weiterhin gewährleisten.
Sicherheitstechnische Ausrüstung
- Die sicherheitstechnische Ausrüstung von Hausstationen besteht im Wesentlichen aus Vorrichtungen zum Erkennen von Druck und Temperatur sowie Einrichtungen zu deren Begrenzung.
Sicherheitsüberströmventil
auch SÜV - Ein Sicherheitsüberströmventil (SÜV) ist eine Armatur oder Einrichtung, die durch selbsttätiges Öffnen die Überschreitung eines vorbestimmten Überdruckes verhindert und nach einer Druckabsenkung wieder selbsttätig schließt. Es hat Druckwächterfunktion und muss bei einem Schaden an der Regelmembrane das Gerät öffnen oder durch eine geeignete Einrichtung einen sicheren Betrieb weiterhin gewährleisten.
Sicherheitsventil
auch SV - Ein Sicherheitsventil (SV) ist eine Armatur oder Einrichtung, die durch selbsttätiges Öffnen zur Atmosphäre die Überschreitung eines vorbestimmten Überdruckes verhindert und nach einer Druckabsenkung wieder selbsttätig schließt. Es hat Druckwächterfunktion und muss bei einem Federbruch das Gerät öffnen - es darf unter keinen Umständen schließen.
Speicherladesystem
auch Speicherladeprinzip - System zur Trinkwassererwärmung. Kaltwasser wird über einen externen Wärmeübertrager auf die gewünschte Trinkwarmwassertemperatur erwärmt und über eine Pumpe in einen Speicher (Edelstahl oder emailliert) geladen. Die Phasen erhöhten Warmwasserbedarfs (Verbrauchsspitzen) werden zusätzlich durch den Trinkwasserspeicher gedeckt. Eine Anti-Legionellenschaltung vermindert das Legionellenrisiko.
Speichersystem
auch Speicherprinzip - System zur Trinkwassererwärmung. Kaltwasser in einem Speicher wird über einen innenliegenden Wärmeübertrager auf die gewünschte Trinkwarmwassertemperatur erwärmt und gespeichert.
Spitzenlastkessel
- ist ein Heizkessel, welcher hauptsächlich dazu dient, Spitzenlasten beim Wärmebedarf z. B. eines beheizten Gebäudes zu decken. Der Spitzenlastkessel ist separat parametrierbar.
Technische Anschlussbedingung
auch TAB - In der TAB des Versorgungsunternehmens sind die Voraussetzungen und Bedingungen für den Anschluss an des Fernwärmenetz festgeschrieben. Es werden Ausnahmen und/oder Zusätze zu den derzeit gültigen Normen festgelegt. Die TAB muss bei der Ausführung eines Fernwärmeanschlusses eingehalten werden.
Temperaturregler
auch TR - Ein Temperaturregler (TR) misst die zu regelnde Temperatur, vergleicht diese mit dem vorgegebenen Sollwert und beeinflusst den Istwert im Sinne einer Angleichung an den Sollwert.
TFS
auch Thermo Fluid System - Das PEWO Thermo Fluid System ist ein dynamisches, robustes, thermostatisches Temperaturregelsystem für Trinkwarmwasser und Raumheizung. Es ersetzt den üblichen Proportionalregler.
Trinkwassererwärmung
auch TWE, Warmwasserbereitung, Brauchwassererwärmung - Die Trinkwasserwerwärmung dient zur hygienischen Erwärmung kalten Trinkwassers im Speicherprinzip, Speicherladeprinzip oder Durchflussprinzip. Das Durchflussprinzip findet Anwendung in der dezentralen und der zentralen Warmwasserbereitung. Speicherladesysteme und Speichersysteme werden überwiegend in zentralen Trinkwassererwärmungsanlagen eingesetzt.
Unterstation
auch Netztrennung - Die Unterstation versorgt begrenzte Gebiete in einem Sekundärnetz mit Fern- bzw. Nahwärme. Der Anschluss kann direkt oder indirekt erfolgen. Es können Temperaturen, Drücke und Fahrweise verändert werden. Dadurch entstehen neue Netzparameter, die als separates Netzgebiet ausgewiesen werden.
Vorlauftemperatur
- bezeichnet die Temperatur des Heizwassers, das einem System – Übergabestation, Wärmeübertrager, Heizradiator, Fußbodenheizung, Trinkwassererwärmungsssytem etc. – zugeführt wird.
Wärmeerzeuger
- ist ein zentrales Element eines Heizungssystems in Form eine Biomassekessel, Gaskessel, Ölkessel, Pelletskessel, Wärmepumpe, Gaswärmepumpe etc. Die in der gewünschten bzw. benötigten Menge an Wärme wird hier erzeugt und an das Wärmeverteilungssystem übergeben.
Wärmeübertrager
auch Plattenwärmeübertrager, Wärmetauscher - Durch einen Wärmeübertrager wird das Heizwasser des Wärmenetzes vom Heizwasser der Hausanlage hydraulisch getrennt. Wärmeübertrager dienen auch zur Trinkwassererwärmung im Speicherlade- oder Durchflussprinzip.
Wirkungsgrad
- zeigt das Verhältnis zwischen zugeführter und abgeführter bzw. genutzter Energie. Tagesaktuelle Daten geben Aufschluss über die erzeugte Energie eines jeden im System verschalteten Kessels, wie viel davon ins Wärmenetz gelangt und wie viel davon von jedem Wärmeabnehmer genutzt wird.
Wohnungsstation
auch Etagenstation - Die Wohnungsstation enthält die Komponenten zur wohnungsweisen Bereitstellung von Raumwärme und Trinkwarmwasser. In jeder einzelnen Wohnung wird das Trinkwarmwasser unweit der Zapfstelle bei Bedarf in einem Plattenwärmeübertrager erwärmt. Der Wärmeverbrauch für Raumheizung und Trinkwassererwärmung kann wohnungsweise erfasst werden.